Drei Wochen im Dschungel

Hallo, ich bin Isabelle, 21 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung im Bürobereich. Die mache ich in einem Outdoor-Laden, weshalb ein Praktikum in einem exotischen Teil der Welt ganz gut dazu passt. Ehrlich gesagt hatte ich Französisch Guyana nie wirklich auf dem Schirm, aber das muss ja nichts heißen. Mittlerweile bin ich auch schon ein wenig aufgeregt und die Vorfreude lässt sich kaum verstecken! Übermorgen geht es auch schon los – erst nach Paris für einen Tag und von dort aus nach Südamerika. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort alles erwartet.
Mein eigentlicher Plan für das Auslandspraktikum war, nach Island zu gehen. Als dann aber Französisch Guyana als Praktikumsland vorgeschlagen wurde, hab ich mich dann doch umentschieden – wie oft kommt man schon mal dort hin?
Was mich besonders fasziniert ist die direkte Nähe zum Regenwald und zum Meer. Das wird mit Sicherheit eine ganz beeindruckende Kulisse, vor allem in Verbindung mit den ganzen neuen kulturellen Einflüssen! Ein persönlicher Grund ist für mich auch noch, dass ein guter Freund von mir in Chile lebt und wir uns in den drei Wochen – die wir endlich mal auf dem selben Kontinent sind – sehen können! (Das erste mal in sieben Jahren!!)

Ich hoffe natürlich, dass mein Praktikumsplatz voller netter Menschen ist und sich meine Aufgaben nicht nur auf Kaffee kochen beschränken – obwohl der Kaffee dort bestimmt auch richtig gut schmeckt! Darauf komm ich bestimmt in meinen Updates später nochmal zurück.
Bisher weiß ich, dass ich in einer Schulverwaltung mein Praktikum absolvieren werde, mehr kann ich dazu aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt sagen. Ich bin mir sicher, dass ich sehr viele kulturelle Unterschiede im Arbeitsleben kennen lerne – im Gegensatz zum ewig fleißigen Deutschen wird das in jedem Fall ein Kontrastprogramm. Was ich da dann im Laufe der drei Wochen berichten kann, wird sicher noch interessant.

Ich selber habe mir vorgenommen, auf der Welle der südamerikanischen Kultur mit zu schwimmen und für mich persönlich so viel wie möglich mitzunehmen. Besonders gespannt bin ich auf die Esskultur dort, was durch meine vegane Ernährung vielleicht noch etwas schwierig wird. Über die Verbreitung dieser Ernährungsform in Französisch Guyana konnte ich nämlich nichts herausfinden (quelle surprise!). Aber ich bin da ganz zuversichtlich. Außerdem möchte ich mein Französisch verbessern. Die Sprache zu sprechen macht mir viel Spaß, nur bin ich durch meine Wissenslücken noch sehr unsicher.
Was ich mir noch vorgenommen hab, ist eine Tagestour im Regenwald zu machen! Solange er noch da ist, sollte man ihn sich auch mal anschauen wenn die Gelegenheit da ist.

Während ich mich auf das Praktikum jetzt vorbereitet hab, ist mir aufgefallen, dass ich manchmal zu entspannt sein kann. Das gipfelt jetzt darin, dass ich morgen nach der Arbeit um 18 Uhr noch viele Sachen besorgen muss und dann noch packen muss. Zu meinem Glück habe ich viele Arbeitskollegen, die Erfahrungen mit solchen Reisen haben – die geben mir gute Tipps was ich noch brauche, worauf ich achten soll und was ich auch zuhause lassen kann. Deshalb hält sich sogar jetzt noch mein Stresslevel in Grenzen. Das ist wohl das typisch niederrheinische „Et hätt noch emmer joot jejange“.
Einen Tipp möchte ich aber jedem mitgeben, der so eine Reise vorhat: impft euch rechtzeitig! Ich habe mich quasi auf den letzten Drücker gegen Gelbfieber impfen lassen und die letzten Tage und Nächte mit Schüttelfrost verbracht. Das kann als Nebenwirkung leider schon mal vorkommen. Sowas kann man so kurz vor der Reise nun wirklich nicht gut gebrauchen. Da kann man ein noch so entspanntes Gemüt haben.

Wenn ich mein nächstes Update schreibe, kann ich sicherlich schon eine Menge zu meinem Praktikumsplatz, dem Kaffee und der Esskultur sagen. Und wie sich ein neun Stunden Flug anfühlt. Bis dahin,

bisous, Isabelle.

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