Mein Erasmus Aufenthalt in Großbritannien über die Herbstferien 2021; Kevin Thayaparanathan Teil zwei

Wie schon in meinem ersten Eintrag erwähnt, werde ich in diesem Teil über die ersten Tage in Sheffield berichten.

Die ersten Tage haben früh angefangen. Zusammen mit einem Arbeitskollegen haben wir die morgendliche Lieferung in Empfang genommen und ins Lager gebracht.

Während der Arbeit ist mir aufgefallen, dass die Menschen in Großbritannien eher kleinere Einkäufe erledigen, daher gibt es auch mehr Selbstbedienungsanlagen als klassische Kassen in meinem Praktikumsbetrieb.

Im Allgemeinen kann man sagen die Arbeit in einem Supermarkt in Großbritannien ähnelt stark denen in Deutschland. Die Lebensmittel müssen schön präsentiert werden, es gibt bestimmte Bereiche und Übergänge die zu beachten sind aber auch gewöhnliche Aufgaben wie Inventur.

In Sheffield sind die Menschen sehr gelassen, da sie sich sehr viel Zeit ließen zum Einkaufen. Der überwiegende Teil der Kunden waren ältere Personen. Sie kamen zusammen mit Kindern oder Freunden und haben nach dem Einkauf im Bistro etwas gegessen. Sehr viele kamen ausschließlich für das Bistro zu uns. Der Store bietet eine Vielzahl an Produkte aber überwiegend regionale Produkte. Mein Onkel behauptete, das dies weniger einen finanzieller Aspekt sei, sondern mehr ein sozialer, da die Landwirte und Produzenten so Ihre Produkte besser auf den Markt bringen können und dafür bei Stadtfesten sehr gerne etwas spenden oder Produktionsreste nicht vernichten müssen sondern an Bedürftige austeilen können. Apropos bedürftige, an einem Abend nach der Arbeit sind wir zu einer Austeilstation gefahren. Dort haben wir überreife Bananen und andere Lebensmittel gespendet, welche in Deutschland eigentlich hätten vernichtet werden müssen aber die Austeilstation hat sie dankend angenommen. Ich kann zwar nicht für das ganze Land sprechen, aber hier wird versucht nicht unnötig Lebensmittel weg zu schmeißen. Meiner Meinung nach wird hier der Aspekt soziale Nachhaltigkeit sehr groß geschrieben.

Ein Gedanke zu „Mein Erasmus Aufenthalt in Großbritannien über die Herbstferien 2021; Kevin Thayaparanathan Teil zwei

  1. Moritz Arendt

    Hallo Kevin,

    vielen Dank für den zweiten Teil Ihres Berichts. Es ist spannend mehr über den Alltag in einem britischen Supermarkt zu erfahren. Regionale und saisonale Produkte anzubieten ist auf jeden Fall ein guter und wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Schön, dass Ihr Onkel auch den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit im Blick hat und so auch Bedürftige unterstützt.

    Ich bin gespannt auf Ihren nächsten Beitrag.

    Viele Grüße
    Moritz Arendt

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