Archiv für den Monat: Dezember 2019

Merry Christmas and don’t forget to mind the gap

Guten Morgen zusammen,

es ist 6:34 Uhr und ich sitze gerade am Flughafen und warte auf meinen Flieger. Ich kann es garnicht fassen dass ich mich schon wieder auf den Weg nach Hause mache. Auf jeden Fall habe ich sehr gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich natürlich auf meine Familie und Freunde und auch ganz besonders auf den Skiurlaub, der über Silvester auf mich wartet, aber andererseits würde ich auch gerne einfach hier bleiben und mit den Leuten hier Silvester feiern und die freien Tage in London genießen. Naja, ich sollte mich auf jeden Fall gerade nicht beschweren, denn in zwei Wochen bin ich ja schon wieder hier.

Die letzte Woche war super interessant. Auf der Arbeit gab es zwar nicht viel Neues, aber hier fuchse ich mich immer mehr und mehr in das ganze Geschehen rein. Ich lerne immer besser einzuschätzen was, vor allem für den deutschen Markt, interessant ist und verbessere meine Fähigkeiten in Premier Pro von Tag zu Tag. Ich muss auch in den nächsten Tagen von Deutschland aus arbeiten, aber das sollte immer ziemlich schnell gehen, da ich das meiste schon vorbereitet habe und die Videos einfach nur hochladen muss.

Neben einer ganzen Menge Training hatten wir am Donnerstag Weihnachtsfeier von der Firma aus. Unser Chef hat einen Tisch in einem Pub in Kentish Town gemietet. Das war vor allem super praktisch weil ich nach Hause laufen konnte. Der Abend war echt nett und ich habe mich endlich mal mit so ziemlich allen Kollegen richtig unterhalten. Bei einem typischen Drei-Gänge-Weihnachtsmenü was es in England in der Weihnachtszeit gibt haben wir den Abend genossen! Ich glaube in den letzten sechs Wochen habe ich so ziemlich alles „typisch Englische“ mitgemacht, was man so mitmachen kann!

Am Freitag Abend war ich mit Sam in einem Private Members Club, und zwar in dem gleichen wie ich auch schon zu Beginn der Zeit mit Marlen bei einem Event von Teenage Cancer Trust war. Sam kennt dort einen Herren der dort arbeitet und deshalb wurden wir eingeladen und ziemlich vielen Leuten vorgestellt. Um dort Mitglied zu werden muss man nicht nur viel Geld haben und in irgendeiner Art und Weise einflussreich sein, sondern muss auch von jemandem, der bereits Mitglied ist, ein Empfehlungsschreiben bekommen. Ich würde diesen Ort so definieren, dass man hier in seiner Freizeit Business macht, also neue Kontakte knüpfen kann, die einen eventuell weiter bringen können. Und wenn das mal nicht der Fall sein sollte kann man nach einem Abend dort, bestimmt einige neue spannende Geschichten erzählen und hat etwas dazu gelernt. Ich habe auf jeden Fall den Produzenten von Ed Sheeran kennen gelernt und er hat mir sogar einen Drink ausgegeben.Dann habe ich mir an der Bar einen Hocker mit Lena Headey geteilt und mich sogar ganz kurz mit ihr unterhalten. Für alle die sie nicht kennen, sie spielt Cersei Lannister in Game of Thrones oder war auch beim „Terminator“ zu sehen. Sie war hier in ihrer Freizeit und womöglich ist das einer der wenigen Orte, wo sie in Ruhe mal mit ihren Freunden sein kann und nicht von Paparazzi verfolgt wird. Da dort auch sowieso keine Handys erlaubt waren, konnte ich auch kein Foto mit ihr machen. Am roten Teppich die Stars zu sehen ist ja das eine, aber in deren Freizeit mit ihnen an der Bar zu sitzen wenn sie einfach nur mal Mensch sind und nicht für die Öffentlichkeit funktionieren müssen, ist nochmal etwas ganz anderes. Da fällt dann garnicht auf dass normalerweise alle Fotografen und Journalisten nach ihnen schreien. Sam und ich hatten auf jeden Fall einen super spannenden Abend und haben so viele verschiedene Menschen kennen gelernt, das ich wohl noch lange davon erzählen werde. Im Januar sind wir wieder dort eingeladen, mal gucken wen wir dann kennenlernen.

Am Wochenende hat mich mein Papa besucht. Gemeinsam haben wir dann noch die letzten Weihnachtsgeschenke geshoppt und einfach die Zeit zum Quatschen genossen.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hause und freue mich schon, wenn ich wieder zurück bin. Ich melde mich dann im Januar. Bis dahin wünsche ich euch erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Lara

Halbzeit

Hallo zusammen,

Die letzten Tage vor Weihnachten sind bereits angebrochen und so langsam bekomme auch ich ein bisschen Stress was die Weihnachtsgeschenke angeht. In der letzten Woche ist garnicht so viel passiert, nur eins kann ich euch sagen: in die Stadt zum Einkaufen traue ich mich hier nicht mehr. Am nächsten Wochenende kommt mein Papa zum Weihnachtsshopping…das kann spaßig werden, so in letzter Sekunde.

Ich habe mich also eher mit dem Training beschäftigt, wenn ich nicht gerade im Büro war und mit unserem

Chef über Veränderungen von Arbeitsabläufen gesprochen habe.Warum auch immer scheint er von meinen Ideen sehr angetan zu sein und so habe ich mich recht viel Zeit mit dem Festhalten von Verbesserungsvorschlägen befasst. Ein bisschen was konnte ich mit dem deutschen Team sogar schon umsetzen. Zum Beispiel schreiben wir jetzt täglich über die Royals, da es doch ziemlich viele Menschen in Deutschland gibt die sich da brennend für interessieren. Letzten Dienstag habe ich mit Sam „Love Actually“ gesehen. Das gehört hier in England wohl zum Standardprogramm in der Weihnachtszeit, aber ich muss auch zugeben dass der Film wirklich schön ist und einen schon ein wenig in Weihnachtsstimmung kommen lässt. Mein Arbeitsalltag hat sich sonst wie immer gestaltet, jedoch konzentriere ich mich jetzt hauptsächlich nur noch auf das Viedeos schneiden. In der letzten Woche habe ich sehr viel geübt mit Premier Pro zu arbeiten und das macht wirklich Spaß! Auch für meine Zukunft könnte das ganz praktisch sein wenn man ein etwas komplexeres Video-Bearbeitungsprogramm beherrscht und da ich hier viele Leute habe die mir etwas beibringen können übe ich natürlich besonders viel.

Am Freitag Abend habe ich mich dann mit einem Freund aus Deutschland getroffen, der hier studiert und wir waren zusammen in einem Pub, der der Uni gehört. Das ist schon ganz cool, oder ? Ich glaube die deutschen Studenten würden sich auch freuen wenn sie einen eigenen Pub hätten,wo das Bier dann auch noch viel günstiger ist als überall anders.

Das Wochenende habe ich dann vor allem mit Sport machen verbracht und am Sonntag Nachmittag hatten wir unsere interne Weihnachtsfeier im Ruderclub. So langsam ist mein Alltag hier wie er in Deutschland vorher war… nur macht es hier wesentlich mehr Spaß !

Ich bestreite jetzt noch meine letzte Woche bevor es für Weihnachten und Silvester nach Hause geht und wünsche euch eine letzte, hoffentlich möglichst stressfreie  Arbeitswoche!

Lara

Deutschland-Frankreich und wieder zurück…

Grüße euch,

ich versuche euch nun meine Erfahrungen mit dem Erasmus+ Programm in Frankreich darzustellen.

Nun was habe ich mir vorgestellt?,

Was waren meine Erwartungen?,

Und Wie habe ich mich auf den Auslandsaufenthalt Vorbereitet?.

Um es ehrlich zu beantworten hatte ich keinerlei Vorstellungen meiner seits, genauso wenig bestimmte Erwartungen auf den Aufenthalt. Als ich mich Entschied dort mitzumachen,nach dem „OK“ meiner Firma,hatte ich mich gefreut etwas neues fremdes oder vielleicht sogar gleiches zu erleben nur halt in Frankreich. Und eins ist mir heute bewusster als je Zuvor das es eine Erfahrung war die ich nicht missen möchte. Vorbereitung muss natürlich sein wenn man sich entscheidet ins Ausland zu gehen,schließlich möchte man auch zu mindestens die Grundlagen der Sprache beherrschen um sich wenigstens verständigen zu können. (Auch wenn es nur der Satz zum bestellen eines Bieres ist.) Hier ermöglichte uns dies Frau Ptak die sich bereiterklärte Jeden Montag 2 Stunden außerhalb der normalen Unterrichtszeit Französisch beizubringen.Dafür auch nochmal ein Herzliches Dankeschön.

Fangen wir an das Abenteuer Startete am 26.11 unserer Anreise. Ich Fuhr Mit Lea gemeinsam von Velbert aus nach Frankreich. Das ganze Spektakel dauerte 4 Stunden mit Fahrten durch Holland,Belgien und natürlich Frankreich. Wobei die Autobahn Belgiens (zumindest die wir für die Hinfahrt nutzten) 2 Stunden starke Trostlosigkeit auslöste und nur eine Tankstelle (200km) vorweisen konnte. Angekommen nach der Zeit sind wir in Arras in einem ehemaligen Katholischen Kloster welches die Kirche netterweise als „Bildungshaus“ für jeden zur Verfügung stellt,das ganze nennt sich Maison Diocésaine Saint-Vaast d’Arras. Der erste Tag ging dann auch relativ schnell und entspannt zu ende.Wir kamen Nachmittags an hatten noch 2 Stunden Zeit zum ankommen bis wir schließlich zu Abend gegessen hatten. Dort bzw. kurz davor lernten wir auch Herrn Champy kennen der Lehrer der das Programm aus Frankreich unterstützt und für uns zuständig ist. Gemeinsam aßen wir Auszubildenden dann mit Herrn Champy,Monika und Olli zu Abend.(Hier duzte ich mal da mir ein Nachnahme in der Schreibweise nicht bekannt ist und es so besser ausschaut)

//Um einen Vergleich darbieten zu können nun folgendes: Ich absolviere eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik. Mein normaler Arbeitstag in Deutschland startet mit dem Aufstehen um 04:00 Uhr dem Anfangen auf Arbeit um 07:00 und endet mit dem Feierabend um 18 Uhr.//

Der Erste Tag im Arbeitsalltag Frankreich:

Morgens um 08:00 klingelte der Wecker.Das erste aufstehen um der Arbeit in Frankreich nachzugehen. Der Tag startete für mich noch nicht ganz übersichtlich da wir vor Abfahrt aus Deutschland nicht wussten in welchem Betrieb wir kommen,und am Abend zuvor nur wussten das es gegen halb neun los zu den Betrieben geht.Nun denn es war soweit wir fuhren los und unser erster Stopp war der Betrieb von Marlin gefolgt von Robin´s und letztlich kamen wir,also Lea und Ich da wir im selben Betrieb untergebracht worden waren,an. Opel,BMW,Nissan und Mini kurz gesagt „Groupe Lempereur“,war bereit wie auch letztes Jahr Auslandsschüler aufzunehmen. Das ganze ist ein großes Autohaus welches in die verschiedenen Bereiche aufgeteilt wurde.Ich durfte dort im Ersatzteillager Tätig sein. Trotz sprachlicher Barrieren war der Empfang und der erste Tag mehr als nur so lala ich habe mich Wohlgefühlt. Nachdem alles geklärt wurde durch die Lehrer Tranken wir noch gemeinsam einen Kaffee bevor es dann an die Arbeit ging. Als es dann los ging hatte ich Unterstützung da zu dem Zeitpunkt auch Französische Praktikanten anwesend waren,welche zu meinem Glück Englisch sprechen konnten und wir so wenigstens etwas kommunizieren konnten. Zur not gab es da ja noch den Google Übersetzer.Was ich schnell Begriff Arbeiten wie in Deutschland funktioniert hier nicht dennoch Lief alles wie es musste dazu später mehr….

 

Touri Zeit in Arras:

Natürlich gab es auch einiges zu sehen in Arras.Nachdem uns die Lehrer die Stadt zeigten und die nahe liegenden Orte die für uns Wichtig waren ging es auf eigene Faust und durch Vorschläge los durch und um Arras.Wir haben viel gesehen an den zwei uns zur freien Verfügung stehenden Wochenenden.An unserem ersten Samstag besuchte ich gemeinsam mit Robin den Markt von Arras vor dem Rathaus um 09:00 Uhr Welcher in keinerlei Hinsicht mit einem Deutschen Markt verglichen werden kann. Der Markt dort ist eng bebaut aber dennoch ein Wohlfühlerlebnis.Ehrliches Gemüse,Frische paella und selbstgemachte Kleider ein Markt den mann Erlebt haben muss.

 

Unter der Woche ging es dann auf Einladung von Herrn Champy für uns am Mittwoch zu einem Fußballspiel des „RCL“ welches wir gemeinsam mit seinen Kindern und einem Weiteren Lehrerkollegen in vollen Zügen genossen. Um es ein bisschen Verständlicher zu machen, der RCL ein angesehener Club Welcher in der für uns umgangssprachlichen „2.Bundesliga“ Spielt und dort die Tabelle anführt.

Am zweiten Wochenende dann war Volles Programm angesagt.Wir waren verabredet mit Herrn Champy welcher uns den Weihnachtsmarkt von Arras näher bringen wollte. Hier muss ich ehrlich sagen das der Begriff „Weihnachtsmarkt“ mehr als übertroffen wurde. Sobald man Ihn betratt fühlte man sich mehr als angekommen in der Adventszeit,laute Weihnachtsmusik behellte den Markt viele Selbstgemachte Handwerke wie Schneekugeln,Mützen oder Kerzen wurden angeboten.Das ganze wurde Perfekt abgeschlossen mit Leckerem Heißen Glühwein und einer Schlittschuhbahn. Nach dem Weihnachtsmarkt ging es dann zum Lehrer welcher uns zu sich einlud.Angekommen,getreu die Deutsch Französische Freundschaft zu Pflegen Unterhielten wir uns zu Pizza Bier Käse und Kuchen bis Tief in die Nacht.Ein sehr Schöner,Lustiger und auch Interessanter Abend.

An unserem Letzen Sonntag besuchte ich die Zitadelle von Arras sowie ein Friedhof-Denkmal Gefallener Britischer Soldaten. Die Zitadelle ist eine Festungslinie welche im 17 Jahrhundert gegen die Spanischen Niederlande errichtet wurde.Ziel war es die Stadt Arras in Frankreich zu schützen.Sie wird auch „die schöne Nutzlose“ genannt da sie nie Ihre Gräben und Mauern verwenden musste um die Stadt zu schützen. Das erste mal in Erscheinung ist sie getreten als im Zweiten Weltkrieg Deutsche besetzer 240 Mitglieder der Résistance in den Gräben Hinrichteten.Darauf weist heute eine Gedenkstätte hin wo alle 240 gefallenen Gräber mit Benennung der Gefallenen zu sehen sind. Seit 2010 hat die Anlage Ihre Arbeits als Militärstützpunkt endgültig niedergelegt und ist nun für die Öffentlichkeit und Spaziergänger Geöffnet.

 

Zitadellen Gedenkstätte

Zitadellen Gedenkstätte

Britischer Gedenk-Friedhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu guter Letzt Organisierte uns Herr Champy Einen Besuch in einem Flugzeug Museum welches von einem Begeisterten Ex-pilot betrieben wird.Es waren atemberaubende Flugzeuge zu bestaunen aus Zeiten die ich nur aus dem Buch in der Schule oder aus dem Internet kannte.Hier ein paar eindrücke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsroutine und Besuch der Schule:

 

Die Schule.Das System ist dort grundlegend anders als bei uns wie wir bei unserem Besuch dort Feststellten. Dort wird nur an der Schule gearbeitet und in keinen Betrieben.Die Schule ist ausgestattet mit Eigenen Werkstätten für Autos,Lkw Simulationen im wert von über einer Millionen Euro und eigener Fahrschule für die Praxis im Bereich Gabelstapler,40 Tonner und Brücken Wagen.

Nun mehr zu meinem Arbeitsalltag in Frankreich.Entspannt und Wohltuend trifft es glaube ich am besten. Mein Tag startete um 07:00 mit dem Frühstück wonach ich dann in den Betrieb fuhr wo ich gegen 08:00-08:15 da sein sollte. Nach der Begrüßungsrunde durch die Firma ging es dann erst einmal zum Kaffe um gestärkt anzufangen. In meinen Tagen dort hatte ich einen relativ gleich bleibenden Aufgabenbereich. Morgens ging es an Listen Erstellung von Retoure Paketen,Mittags dann an Ihre Verpackung und Beschriftung.Zwischendurch bekam ich Aufträge für bestellte Ersatzteile welche ich raus suchte und bereitstellte genauso lagerte ich neu eingetroffene Ware in die richtigen Regale. Zwischendurch ging es dann mit dem Laptop durch die Regale um eine Inventur durchzuführen. Und die pause Mittags von 12:00-14:00 Uhr ist wie ich lernte ein wichtiger und geschätzter Bestandteil des Arbeitsalltags.

 

Resümee

Die Entscheidung an dem Programm teil zu nehmen habe ich nicht bereut,ich bin froh daran teil genommen zu haben. Die Eindrücke,das Leben und die Menschen dort sind mehr als eine Erfahrung wert. Zu sehen wie es 500km neben uns zugeht ist erstaunlich wenn ich bedenke das wir uns unterscheiden wie Tag und Nacht und am ende doch so gleich sind. Jetzt wo ich wieder in Deutschland bin misse ich die Zeit sehr denn ich habe sie wirklich genossen. Ich Grüße dann auch mal auf diesem Wege Céderic,Bertrand und piérre und bedanke mich für die Super Zusammenarbeit.

 

bis dahin!

À bientôt / Bis bald

Hallo zusammen,

inzwischen sitze ich wieder im heimischen Wuppertal und lasse die vergangenen Wochen Revue passieren. Ich blicke zurück auf eine sehr spannende und fordernde Zeit in einem Land mit anderer Sprache und anderer Lebensart.

Nachdem meine Arbeit grundlegend gleich geblieben ist, möchte ich nun ein paar Fotos mit Euch teilen.

Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, ob ich nochmal an einem solchen Projekt teilnehmen würde, würde ich es jeder Zeit sofort wieder mit „Ja“ beantworten! Es war einfach eine Wahnsinnige Erfahrung die mir so schnell niemand mehr nehmen wird, und die ich sicherlich auch mein ganzes Leben lang in Erinnerung halten werde.

In diesem Sinne verbleibe ich mit einem lockeren à bientôt,

Robin

Der letzte Tag neigt sich dem Ende

Die letzte Woche ging schneller vorbei als ich gedacht hätte.

Am Montag war ich wieder in dem Ace Hotel, in dem wir zunächst Bewegungsmelder überprüft und repariert haben. Anschließend haben wir die Lampen in den Fluren des Hotels gewechselt.
Dazu mussten wir die alten Lampen abmontieren. Anschließend haben wir die vorhandene Leitung erweitert und mit einer Bohrmaschine einen Schlitz für die Leitung gebohrt. Dann konnten wir auch schon die Lampe anschließen. Dies haben wir in einer Etage mit jeweils 9 Lampen gemacht, da wir die anderen Etagen schon zuvor fertiggestellt hatten.
Am Dienstagmittag waren wir dann endlich fertig. Nun mussten wir die Lampen im Treppenhaus wechseln. Dies gestaltete sich jedoch etwas schwierig.
Zuerst mussten wir uns ein gerade ebene im Treppenhaus mit Leitern und brettern bauen, anschließend die alte Lampe, sowie das darunter liegende Fluchtwegs Schild abmontieren. Anschließend mussten wir wieder Schlitze für beide Betriebsmittel ziehen und diese dann anschließen.

Am Mittwoch waren wir alle in der Berufsschule. Dies war sehr interessant. Anschließend durften wir mit einem Fahrlehrer einen 16 und 40 Tonnen Lastkraftwagen auf öffentlichen Straßen fahren. Dies war das Highlight an diesem Tag.
Nach dem Aufenthalt in der Berufsschule sind wir noch zu einem Flugzeugmuseum gefahren. Dort standen viele alte Flugzeuge der Franzosen, sowie der Deutschen.

Gestern war schließlich mein letzter Arbeitstag, bei dem wir in einem anderen Hotel eine Leuchtreklame auf dem Dach und einen Händetrockner installiert haben. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, wodurch die Arbeit auf dem Dach noch schwieriger wurde.

Nach dem Abendessen sind wir dann mit ein paar französischen Freunden, sowie einem Lehrer in ein nah gelegenes L’IRISH Pub in Arras gegangen, wo wir unter anderem Billard gespielt haben.

Mein Fazit:

Ich fand dieses Austauschprojekt sehr interessant. Ich habe sehr viele Erfahrungen gemacht und viele neue Freunde kennengelernt, welche ich in Zukunft wiedersehen werde. Zudem konnte ich einen guten Einblick in die Arbeit im Ausland erhalten, welche mich auch in der Zukunft begleiten wird.

Ich würde dieses Projekt jederzeit noch mal machen!

Bis bald,

Marlin

Die Hälfte ist schon fast rum

Guten Abend Ihr Lieben,

in zwei Wochen geht es schon für Weihnachten und Silvester nach Hause. Kaum zu glauben dass ich dann schon die Hälfte der Zeit hinter mir habe. Ehrlich gesagt kann ich mir es im Moment garnicht mehr vorstellen nach Deutschland zurück zu gehen weil es mir hier so gut gefällt. Das Wetter ist zwar sehr wechselhaft und eher verregnet, aber wenn zwischendurch die Sonne raus kommt freut man sich immer gleich doppelt und genießt die Zeit noch mehr.

Zu Beginn der Woche lag ich leider zwei Tage komplett flach, deshalb ist auch nichts wirklich spannendes passiert, aber am Mittwoch war ich dann wieder im Büro und habe mich den täglichen Aufgaben gewidmet. Am Donnerstag habe ich mich mit den deutschen Mädels mit denen ich zusammen arbeite hingesetzt und sie haben mir erklärt wie das ganze Team eigentlich zusammenarbeitet. Wir haben nämlich nicht nur die beiden Mädels in London, die die deutschen Artikel schreiben, sondern auch noch 10 weitere Freelancer in Deutschland, die uns von dort aus zuarbeiten. Wir haben dann besprochen was wir gerne verändern würden, über welche Themen wir gerne mehr schreiben würden und in welchen Bereichen ich mehr oder weniger Videos erstelle, damit ich das alles mit Rick, meinem Chef, am Freitag besprechen konnte.

Da ich zu Beginn der Woche zwei Tage nicht im Büro war, habe ich dann am Freitag gearbeitet da ich sowieso keinen Sport machen konnte und so noch ein paar Dinge nachgeholt habe. Ich hatte dann also die besagte Besprechung mit Rick in der ich verschiedene Verbesserungsvorschläge angesprochen habe und er war von den meisten sogar sehr begeistert und möchte einiges davon gleich in der nächsten Woche umsetzen. Außerdem habe ich angesprochen dass ich gerne, wenn ich wieder in Deutschland bin, von dort aus für BANG Showbiz arbeiten würde, als so eine Art Freelancerin, und Rick hat mir direkt zugesagt dass er ein Angebot für mich ausarbeiten wird. So einen erfolgreichen Tag hatte ich schon lange nicht mehr! Da merkt man, dass man doch etwas drauf hat und die eigenen Ideen garnicht so schlecht sind wie man manchmal denkt. Und noch dazu ist das ganze natürlich super motivierend. Mir macht es sehr viel Spaß hier weil man so frei ist und viele Entscheidungen selber treffen kann und die eigenen Vorschläge gerne angenommen werden.

Am Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus Deutschland. Am Samstag Abend waren wir auf Sams (meine Arbeitskollegin) Geburtstagsparty und hatten einen super lustigen Abend in der Victoria Market Hall. Um schon einmal nach Karnevalskostümen zu gucken, (ich weiß das ist sehr früh) waren wir dann heute an der Brick Lane in den ganzen Second Hand Shops wo es wirklich alles gibt was man sich so vorstellen kann. Ich könnte mich hier tagelang beschäftigen weil man einfach so viel Zeit mitbringen muss um sich alles an den verschiedenen Ständen genau anzugucken und vielleicht den ein oder anderen Glückstreffer zu finden.

Wenn Ihr mal ganz luxuriös essen gehen wollt kann ich euch den Skygarden an der Fenchurch St. empfehlen. Hier hat man aus dem 36. Stock eine Ausblick über ganz London während man frühstückt oder auch nur einen Cocktail am Abend zu sich nimmt. (!Buchung im Voraus IMMER erforderlich!)

In Weihnachtsstimmung bin ich noch garnicht aber in zwei Wochen ist es ja schon so weit…Mal schauen wie die Zeit bis dahin noch wird.

Einen guten Start in die neue Woche,

Lara

Auslandsaufenthalt 2019: Die erste Woche in Arras – Le première rencontre

Bonjour,

ich schreibe über die schöne Zeit in Arras, sowie meinen Erfahrungen und Erwartungen vor Beginn der Reise.

Bevor ich am 26 November, zusammen mit Pascal, von Velbert Mitte nach Arras gefahren bin, habe ich mir einige Gedanken über den zukünftigen Betrieb und das Leben vor Ort gemacht. In welche Unterkunft sich unser Aufenthalt abspielt und welche Schule wir besuchen würden, wurde uns einige Tage vorher mitgeteilt und so hab ich mich online ein wenig darüber informiert und mir ein paar Fotos angeguckt. Der Betrieb war aber bis zum Zeitpunkt der Anreise unklar und so ging ich im Allgemeinen recht unvorbereitet und ohne große Erwartungen an die Sache heran.

Am ersten Tag haben wir, nach einer für 4 Stunden eher langgezogenen, aber entspannten Anreise und einem Zwischenstopp nach der Grenze Frankreichs, Arras am Nachmittag erreicht. An der Unterkunft, der Maison Diocésaine Saint-Vaast d’Arras, wurden wir von unseren Lehrern empfangen und lernten den französischen Lehrer Monsieur Champy kennen. Wir richteten uns auf unseren Zimmern ein und trafen uns alle in der Caféteria, im Keller des Klosters, wieder. Nachdem wir dort zu Abend gegessen hatten, ein typisch französisch zubereitetes Galette, gingen wir gemeinsam in die Innenstadt von Arras. Dort besuchten wir den Marktplatz und tranken ein paar Bier. Es wurde ein lustiger Abend, bei dem wir sprachliche Barriere hinter uns ließen und uns ungezwungen mehrsprachig und mit Hilfe einiger Gestiken durcheinander unterhielten.

Am nächsten Tag, um 7 Uhr, aßen wir zusammen zum Frühstück. Dann ging es zu unseren Betrieben. Ich und Pascal wurden dem selben Betrieb, natürlich in unterschiedlichen Bereichen, zugeteilt. Unsere Firma heißt Espace Motors Opel, ist ein Opelwerk, das sich aber den Sitz mit anderen Marken, wie BMW, teilt. Der Zusammenschluss nennt sich Groupe Lempereur. In der Firma ist mein Ansprechpartner Aurélien. Er ist im selben Alter und hat auch schonmal an dieser Art des Austauschs teilgenommen und Deutschland besucht. Daher können wir uns neben Englisch und ein wenig Französisch, uns auch gebrochen auf Deutsch unterhalten. Er ist nett und sehr lustig. Deswegen waren wir sehr oft im Gespräch. Mit ihm zusammen hab ich dann an einem Getriebe gearbeitet. In der Mittagspause, um 12 Uhr, ging ich mit Pascal zusammen zum Supermarkt des Boréal Parcs und holten uns Essen. Das aßen wir dann im Aufenthaltsraum des Betriebs und ich lernte noch ein paar Mitarbeiter kennen. Nach Ende der Pause, um 14 Uhr, führte ich selbstständig eine Inspektion durch und pünktlich um 17 Uhr war Feierabend. Insgesamt war die Atmosphäre auf der Arbeit sehr enspannt und ausgelassen. Deutlich entspannter als man es wohl aus Deutschland gewohnt ist, mit vielen kurzen Kaffepausen und immer Zeit für ein paar Scherze und Plaudereien. Zurück in der Unterkunft sprachen wir über den ersten Tag und gingen zusammen Essen.

Der Donnertag verlief nach gleicher Reihenfolge. Auf der Arbeit lernte man sich schon gut kennen für die kurze Zeit, da alle sehr aufgeschlossen waren und gerne redeten, selbst wenn das beduetete, öfter mal den Google Translator benutzen zu müssen. Außerdem lernte ich so die französische Bezeichnung einiger Werkzeuge und Bauteile.

Freitags half ich auf der Arbeit bei einer Achsvermessung, war bei einer Probefahrt dabei führte einen Ölwechsel durch. Nach der Arbeit gingen wir zusammen zum Marktplatz von Arras und machten ein paar Fotos von der Kathedrale Beffrio d’Arras. Der Weihnachtsmarkt war schon zu und so beschlossen wir am nächsten Tag nochmal zu gehen.

Der Samstag verlief bei mir dann recht gemütlich. Ich ging nach dem Frühstück spazieren und dann am späten Nachmittag ging es wie vereinbart zum Weihnachtsmarkt. Dieser war groß, gut bewacht, außerdem sehr bunt und voll. Wir aßen zusammen bei einem italienischen Laden Pizza und Pasta und anschließend gingen wir zurück zur Unterkunft. Dort redeten wir noch eine Weile und gingen dann schlafen.

Am Sonntag ging ich nach dem Frühstück nochmal mit Marlin zum Marktplatz. Mittags schauten wir uns in der Nähe ein paar Läden an und Abends aßen wir dort einen Döner.

In Hinblick auf die erste vergangene Woche konnte ich mein Vorhaben die Stadt mit ihren alten, christlich-religiös geprägten Gebäuden zu sehen und zu fotographieren umsetzen und auch meine Erwartung dort neue Eindrücke zu sehen (siehe Bild), in der Unterkunft französisch zu essen und französische Musik zu hören wurden erfüllt. Auf der Arbeit konnte ich mich gut unterhalten, auf französisch, englisch und teilweise auf deutsch. Ich konnte meine Aufgaben verstehen, Geräte bedienen, Smalltalk führen und hab mich mit jedem der Mitarbeiter gut verstanden. Außerdem hatte ich mir vor dem Austausch gewünscht das der Betrieb sich von meiner Arbeit in Deutschland unterscheidet und auch das wurde erfüllt.  So ist die Arbeit bei Opel, die sich auf die markeneigene Modelle beschränkt, viel spezieller und durchsichtiger. Man hat weniger zu improvisieren, für jede Aufgabe gibt es vorgefertigte Abläufe. Es hat auch jeder Mitarbeiter ein ihm zugeschriebenes Feld, ganz im Gegensatz zu der Arbeit in einer freien Werkstatt in Deutschland. Die Werkstätten im Opelwerk von Arras sind größer und alles ist sauber und genormt. Es gibt getrennte Bereiche für Aufgabenfelder, wie die Direktannahme oder der Verkauf, die ich aus meinem Betrieb nicht kenne. Allerdings hat man in Vertragswerkstätten nicht den Vorteil der  Herausforderung sich unerwarteten Problemen stellen zu müssen und hat so einen weniger umfangreichen Einblick in den Beruf eines KFZ-Mechatronikers, in Frankreich Mechaniker. Die Arbeitszeiten sind im Gegensatz zu Deutschland sehr offen zu betrachten. Man teilt sich die Arbeitszeiten freier ein und kurze Pausen während der Arbeit sind ganz normal. Im Hinblick auf den Umgang mit Kunden und der Abfertigung der Fahrzeuge gibt es allerdings kaum Unterschiede.

Á plus!

Lea

 

 

 

Temps libre à Arras / Freizeit in Arras

Hallo zusammen,

Nachdem ich im letzten Blog Eintrag auf meine Arbeit eingegangen bin, möchte ich in diesem Beitrag etwas auf meine Freizeitbeschäftigung hier eingehen,

Unter der Woche ist natürlich nicht viel los, da man doch relativ geschafft nach der Arbeit ist, und froh ist wenn man sich entspannen kann und früh schlafen gehen kann.

Samstag 30.11.2019

Am Samstag habe ich gemeinsam mit Pascal den Markt in Arras besucht. Erstaunlich welche Auswahl an frischen Lebensmitteln es dort gab.

Sonntag 1.12.2019

Am Sonntag habe ich mich in mein Auto gesetzt und bin nach einer halben Stunde Fahrt in einem Bergbaumuseum angekommen. Zufälligerweise wurde gerade bei meiner Ankunft eine Führung begonnen. Natürlich auf Französisch. Durch die Fachbegriffe habe ich nicht alles verstanden, aber durch die Bildliche Darstellung im Hintergrund konnte man sich doch erschließen was die Dame erzählt hat.

Das Museum an sich war echt schön gestaltet. Nachdem man sich am Tageslicht über Tage die Förderanlage und Sortieranlage anschauen konnte, fuhren wir danach mit einem Aufzug „unter Tage“. Angekommen unter Tage erwartete mich ein realitätsnah nachgebauter Stollen mit verschieden Sektoren die chronologisch die Geschichte des Bergbaus in der Region zeigten.

Am Abend haben wir dann noch gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt in Arras den ersten Glühwein des Jahres getrunken, und somit die Weihnachtszeit eingeläutet.

 

Dienstag 3.12.2019

Französische Fußballluft schnuppern war angesagt. Wir wurden von unserem Französischen Lehrer ins Stadion nach Lens eingeladen, um dort ein Fußballspiel der lokalen Fußballmannschaft anzuschauen. Bei geringen Außentemperaturen saßen wir im Stadion und haben die Mannschaft mit angefeuert. Laut unserem Lehrer ist das das Stadion bzw. die Mannschaft mit der Besten Stimmung während des Spieles. Der Gastgeber hat übrigens durch unsere Unterstützung 3:0 gewonnen.

Samstag 7.12.2019

Gestern habe ich die Zitadelle von Arras besichtigt und ein bisschen die Gegend rund um das geschichtsträchtige Gebäude erkundet. Eine Interessante Gesichte die das Gebäude erlebt hat.

Die Zitadelle gehört der zweiten Linie der als Pré carré bezeichneten Festungslinie gegen die spanischen Niederlande an, die Vauban im 17. Jahrhundert nach der Annexion des heutigen Départements Nord konzipierte und an die sich westlich der feste Platz Béthune und östlich der feste Platz Douai anschloss. Die niemals angegriffene Festung wurde als „die schöne Nutzlose“ (la belle inutile) bezeichnet. Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Zitadelle von den deutschen Besatzern 240 Mitglieder der Résistancehingerichtet. 2010 wurde die militärische Nutzung beendet und die Zitadelle kam an den Gemeindeverband Communauté urbaine d’Arras.

Quelle: Wikipedia

Nachdem das ca. 70ha große Gelände erkundet war, besichtigte ich noch das Arras Memorial auf dem Britischen Friedhof für die im Ersten Weltkrieg zwischen 1917 und 1918 in Arras gefallenen Britischen Soldaten.

Am Abend haben wir uns dann noch mit unserem Französischen Lehrer, Jean-Marc und seinem Kollegen Jeremie auf dem Weihnachtsmarkt in Arras getroffen, einen Glühwein getrunken und sind über den „Marché Noel“ geschlendert, wobei es eher ein schleichen und schubsen war, da der gesamte Platz gut gefüllt war.

Nachdem wir einmal rumgelaufen sind, wurden wir von Jeremie zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen. Nach 15 Minuten Fußweg wurde uns ein typisch französisches Menü kredenzt. Es war ein richtig schöner Abend und wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. Mit vollem Magen ging es dann zurück in die Unterkunft und ins Bett. Gut, dass wir heute ausschlafen konnten…

 

 

Die Zeit vergeht wie im Flug!

Moin Moin,

zwei drittel meiner Zeit in Arras ist schon um!

Bevor wir nach Frankreich gefahren sind, habe ich mir schon einige Gedanken über den Aufenthalt und das Arbeiten in einem anderen Betrieb gemacht. Unter anderem wusste ich nicht genau, wie ich mich verständigen soll, da ich nicht wirklich viel Französisch spreche. Wir hatten zwar in der Schule einen kleinen Crashkurs, jedoch ist davon natürlich nicht viel hängen geblieben. Zudem hört man von vielen Leuten, dass die Franzosen nicht gerne Englisch sprechen oder sogar nicht verstehen.

Das Auslandspraktikum mache ich, weil ich gerne mehr Erfahrungen über die Arbeiten in anderen Bereichen, sowie die Arbeit im Ausland sammeln möchte.

 

Am 26.11.2019 bin ich dann mit Robin von Wuppertal los gefahren. Die Fahrt verging schnell, mit ein paar lustigen Zwischenstopps. Als wir dann in dem alten Kloster Maison Diocésaine Saint-Vaast d’Arras angekommen sind, wurden wir schon von unseren Lehrern erwartet. Diese zeigten uns dann unser Zimmer. Am Abend sind wir dann gemeinsam in die Cafeteria gegangen, wo wir dann den Französischen Lehrer getroffen haben. Nach den ersten sprachlichen Barrieren ging es dann in Richtung Innenstadt von Arras. Dort haben wir alle gemeinsam in einer Bar etwas getrunken.

 

Der nächste Morgen stand dann schon vor der Tür. Nach dem Frühstück wurden wir dann in unseren Betrieb begleitet. Ich kam bei einem sehr netten, französischen, selbständigen Betrieb unter.
Dann ging es auch schon los. Wir fuhren zu einem Unternehmen, in dem wir die Klimaanlage tauschen sollten. Dies ging meiner Meinung nach sehr schnell, jedoch nehmen die Franzosen hier alles sehr entspannt, weshalb wir dann doch 2 Stunden zugange waren.
Im Laufe der nächsten Tage waren wir dann bei einer Schokoladenfabrik, in der wir eine Sicherung getauscht haben und eine elektrische Schiebetür in einem Hotel repariert haben.
Nachmittags wurde ich jedes Mal von dem Chef zum Essen eingeladen, wo ich dann auch seine Familie kennengelernt und seinen Fable für Haustiere entdeckt habe.

In der zweiten Woche habe ich dann den Betrieb gewechselt, da es im Vorhinein ein paar Schwierigkeiten mit einem Betrieb gab, welcher mich nicht aufnehmen konnte.
In den neuen Betrieb fühle ich mich sehr wohl. Der Mitarbeiter kann sehr gut Englisch und wir bringen uns viele Wörter der eigenen Muttersprache bei. Wir haben die ganze Woche im Ace Hôtel Climatisé in Noyelles-Godault die Lampen in den Apartments durch neue LED Lampen gewechselt. Dazu mussten wir bohren und neue Anschlüsse verlegen. Am Freitag waren wir dann mit den insgesamt 40 Räumen fertig. Anschließend haben wir in den Fluren die Bewegungsmelder überprüft und repariert.
Die Mitarbeiter des Ace Hotels sind ebenfalls sehr nett. Wir haben viel Spaß in den gemeinsamen Pausen.

 

Zu den unterschieden zwischen meinem deutschen Betrieb und dem hier in Frankreich kann ich leider keine Parallelen ziehen, da ich in einem ganz anderen Bereich arbeite. Ebenfalls kann ich auch nichts über die Digitalisierung sagen, weil man als Elektriker nicht viel mit digitalen Medien zu tun hat.

Gestern waren wir mit einem befreundeten Lehrers unseren Französisch Lehrers auf dem Weihnachtsmarkt in Arras. Danach wurden wir von dem Kollegen zum Essen eingeladen.
Nach einem ausgiebigen fünf Gänge Menus, mit vielen lustigen Gesprächsthemen, rollten wir erschöpft zurück ins Hotel.

In der kommenden Woche werden wir weitere Lampen in dem Hotel Installieren.
Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit dem französischen Mitarbeiter.

Au revoir,
Marlin

La première semaine à arras / Die Erste Woche in Arras

Salut!

Wahnsinn, eine Woche oder auch ein Drittel des Praktikums ist bereits um. Kaum zu glauben, dass ich noch vor einer Woche in meinem gewohntem Umfeld gearbeitet habe, und seit Dienstag in einem fremden Land und einer fremden Firma arbeite. Und kaum zu glauben, dass es sich inzwischen ganz normal anfühlt, als wäre es schon ewig so.

Morgens, 6:30 Uhr Wecker klingelt, 7:45 kurze Besprechung in der Firma, und dann geht es schon los. Gemeinsam mit einem anderen Kollegen bin ich über mein gesamtes Praktikum für die Wartung & Installation von Alarmanlagen zuständig. Feierabend um 17 Uhr.

Die Firma bei der ich während des Praktikums arbeite ist ansässig in St. Laurent Blangy, einem Vorort von Arras. Die Firma gliedert sich im wesentlichen in 3 Geschäftsfelder: Elektroinstallationen für Privatleute, Elektroarbeiten im Öffentlichen Verkehrsraum und Wartung & Installation von Alarmanlagen.

Zugegeben, die  Wartung und Installation von Alarmanlagen ist nicht gerade die spannendste Arbeit, gerade wenn man, wie bereits im Vorhinein befürchtet, „nur“ als Praktikant daneben steht und alles beobachtet. Das kommt durch das andere Bildungssystem hier. Wenn in Frankreich ein Betrieb einen Praktikanten aufnimmt, kommt dieser gerade aus der Schule und hat keinerlei praktische Erfahrung was die Arbeit angeht. Und das ist der Unterschied zu der Ausbildung in Deutschland, wo es eine Berufsschule für die theoretischen Grundlagen gibt, und den Betrieb für den Praktischen Teil der Ausbildung.

Also fahre ich mit meinem Kollegen fast durchgehend durch den Ort und bin damit beschäftigt z.B. die Batterien in den Anlagen zu tauschen, da diese zu alt sind und nicht mehr die benötigte Kapazität haben. Meine Firma hat in jedem Gebäue der Gemeinde eine Alarmanlage installiert, 12 an der Zahl. Daher gibt es eigentlich immer etwas zu tun.

Meine Erwartung, dass ich meine Sprachkenntnisse verbessern werden, werden hier auf jeden Fall hinreichend erfüllt, da man eigentlich durchgehend sich entweder mit dem Kollegen unterhält (oder es zumindest oft versucht) oder mit den Kunden. Dadurch lernt man natürlich enorm die Sprache wie zum Beispiel Fachvokabular und Redewendungen, die man direkt im nächsten Gespräch anwenden kann.

Ich muss allerdings feststellen, dass die Digitalisierung hier noch nicht so weit fortgeschritten ist, wobei ein Vergleich schwer fällt, da es eine andere Art der Arbeit ist. Die Programmierung der Alarmanlagen wird logischerweise mit dem PC durchgeführt, wobei die Software dafür etwas älter ist.

Was mich persönlich erstaunt hat, ist die Art der Kommunikation hier. Während in Deutschland eigentlich alles Relevante über E-Mails abgewickelt wird, wird hier meist alles im persönlichen Gespräch besprochen und geklärt.

Erstaunlich wie schnell man sich an ein neues Arbeitsumfeld anpasst und die Routine schnell angepasst wird. Bisherige Bilanz: Einfach eine super Erfahrung, die man nur jedem empfehlen kann!