Archiv für den Monat: Oktober 2019

Endlich angekommen

Guten Morgen meine Lieben,

die ersten vier Tage in London sind nun schon vorbei und ich habe so einiges erlebt. Am Sonntag bin ich bei strahlendem Sonnenschein gegen 12 Uhr in angekommen nachdem mit dem Flug und der Busfahrt alles super geklappt hat. Dass ich mit dem Bus in die Londoner Innenstand gefahren bin und nicht mit der Bahn war eine sehr gute Entscheidung denn so konnte ich schon die ersten Eindrücke sammeln bevor ich mich selbst orientieren musste. King´s Cross angekommen fuhr ich dann noch eine kurze Strecke bis zu meiner Station Kentish Town um dort eine wunderschöne Allee entlang zu meiner Wohnung laufen. Kurz meine Sachen abgestellt und ich konnte es kaum erwarten wieder los zu gehen und die Stadt zu erkunden. So ganz allein war es trotz der vielen Menschen etwas einsam aber das würde sich bald ändern, da war ich mir sicher. Ich lief also am Sonntag Nachmittag zu Fuß durch Kenntish Town bis zum Camden Market (etwa 3km) und erkundete so die Gegend in der ich wohne. Danach fuhr ich mit der U-Bahn zur Tower Bridge und zum London Eye. Auch wenn das natürlich die typischen Touri-Spots sind, aber für den ersten Tag um anzukommen hat es vollkommen ausgereicht.

Am Montag ging es dann um 10:30 Uhr zur Arbeit. Zum Glück hatte ich schon vorher ein paar Artikel von anderen Praktikanten gelesen und konnte mich deshalb ein wenig auf die Umstände einstellen. Als ich ankam empfing mich Rick, der Chef von BANG Showbiz (er sieht aus wie Albert Einstein, ist echt schräg drauf aber super super lieb) und wir gingen durch einen Hintereingang zu den Büros. Ich hatte bereits vorher gelesen dass die Büros eher wie eine Müllhalde aussehen und ja das entsprach der Wahrheit. Zwei große Räume in denen viele, viele Computer standen und überall, wirklich überall auf dem Boden,l auf den Stühlen und Tischen Zeitungen. Linda, die deutsche Mitarbeiterin fragte mich ob der erste Shock überstanden sei, da dachte ich mir nur zum Glück war ich ein wenig darauf vorbereitet. Aber gewöhnungsbedürftig ist es auf alle Fälle. An meinem ersten Tag arbeitete ich mit Sam zusammen, mit der ich dann auch in der Mittagspause war. Sie ist echt super nett und hat mir alles gezeigt was man im Marketing macht. Ich habe Ansprechpartner verschiedener deutscher Zeitschriften, denen wir unsere Produkte vorstellen möchten, herausgesucht.

Ein 24-Stunden-Dienst mit den Top-News der Stars. Wir versenden sechs Mal am Tag die aktuellsten Stories der Stars aus aller Welt direkt in das Postfach unserer Kunden. Für Text-; Video-; und Fotomaterial ist gesorgt.

Ich setzte ein Schreiben auf das ich per Mail an Interessenten versenden kann. Sam erklärte mir wie ich am besten vorgehe um neue Kunden zu gewinnen und das ein Telefonat wohl das Einfachste ist, das habe ich ja schon in den letzten Jahren in meiner Ausbildung gelernt… Nur das habe ich mich am ersten Tag noch nicht getraut.

Im Gegensatz zu meiner Ausbildung darf ich hier direkt selbstständig Aufgaben lösen, recherchieren und Verantwortung übernehmen. Das macht super viel Spaß man ist direkt viel motivierter.

Nach der Arbeit war ich dann noch ein kleines Ründchen joggen im Park direkt nebenan. Das war echt ziemlich gruselig weil dort keine Beleuchtung war und es um 17:00 Uhr schon dunkel war. Aber es war verrückt wie viele Leute trotzdem noch dort joggen waren.

Am Dienstag habe ich dann einige mögliche Kunden angerufen und hatte direkt Erfolg. Ich habe zwar keinen Vertrag abgeschlossen aber immerhin nutzen zwei Zeitschriften jetzt unsere Dienste für ihre Royal-Hefte 14 Tage gratis zum testen. Für den Anfang war ich damit schonmal ganz zufrieden. Am Dienstag Nachmittag hat Charlotte, eine andere Mitarbeiterin mir dann gezeigt wie man Videos schneidet und bei Twitter und auf den Portalen für unsere Kunden hochläd.

Nach der Arbeit bin ich dann zur Oxford- und Regentstreet gefahren und habe einen kleinen Shopping-Trip absolviert, da mir doch noch die ein oder anderen Dinge gefehlt haben. Als ich dann eigentlich gerade auf dem Rückweg war lief ich am Ball Room in der Nähe der New Bond Street vorbei und dort standen massenweise Paparazzi. Ich hatte ein Gespräch von meinem Chef mitgehört wo er den Ball Room erwähnte aber ich hatte keine Ahnung wer dort ist oder was für ein Event dort stattfindet. Als aber im 2-Minuten-Takt die Limousinen einfuhren und die Paparazzi fast in die Autos gekrochen sind wenn die Stars nicht schnell genug ausstiegen dachte ich, schadet es ja nicht auch mal zu filmen. Und tatsächlich war unter den ganzen mir nicht bekannten Gesichtern Helena Bonham Carter eine britische sehr bekannte Schauspielerin, die zum Beispiel bei „Alice im Wunderland“, „Oceans 8“ oder „Fightclub“ mitgespielt hat. So beendete ich den Tag wahrscheinlich schon mit einem guten Beitrag für die Arbeit.

Mal sehen was die nächsten Tage so bringen…

Bis dahin,

London Eye

IMG_6541.TRIM Hier ein Video von Helena Bonham Carter

Lara

 

Don’t wake me up

Die letzten Tage in Kourou sind nun auch vorbei. Das versprochene Häkchen an das Abenteuer wurde gesetzt ✅. Wir Sieben sind nun zurück in der Heimat und ich muss sagen, dass ich teilweise gerne dort geblieben wäre, einfach weil es so weit weg von zu Hause ist und so wenig damit zutun hat. Letztendlich bin ich aber dann doch in den Flieger gestiegen und nach acht Stunden in diesem (von denen ich voller Überraschung drei Stunden geschlafen habe), fühlten wir uns am Pariser Flughafen wie in die Zukunft gebeamt. Überall Leuchtreklame, viele Lichter und -Technik. Welcome to our Europe.

Nach einem „kurzen“ Zwischenstopp von fünf Stunden am Pariser Bahnhof, ging es dann mit dem Thalys ins gute alte Düsseldorf. Spätestens in diesem hat jeder die Fahrt für ein Schläfchen genutzt, wenn es nicht schon im Restaurant in Paris der Fall war.

Nun aber zum allerletzten Tag in Kourou, Freitag: Wir Sieben haben alle nur bis 12 Uhr gearbeitet, da uns Charlotte, die esa-Chefin (Raketenbahnhof) zu sich eingeladen hat. Wir haben mit der esa-Chefin zusammen gegessen, waren bei ihr im Haus und sogar im Pool. Verrückt. Wir haben uns mit ihr über unsere Eindrücke von Kourou unterhalten und was wr erlebt haben. Sie ist eine so liebe Person! Sie sagte sogar, dass sie uns Plätze für den Raktenstart (voraussichtlich) im November reservieren würde… Wahnsinn.

Später am Tag, waren wir bei Bäcker Felix auf einen letzten Drink eingeladen. Ihm hat es genau so das Herz gebrochen, wie uns, dass wir am Samstag unser letztes Frühstück bei ihm aßen. Somit gab er uns allen zahlreiche Runden eines Cocktails aus, auf dessen Behälter er zu Beginn des Abends mit den Worten „der wird heute leer gemacht“, zeigte. Er selber trank nach unserer Aufforderung einen ganzen Cocktail auf einmal.

Wir entschieden uns dort essen zu fahren, wo wir auch den Abschlusstag unserer Lehrer zelebrierten, bestellten noch weitere Cocktails und „feierten“ dann in „unserem“ Internat weiter, nachdem weiteres Bier für die Feier im einzigen offenen Lokal, einem kleinen Restaurant, gekauft wurde. Eigentlich war das Internat an diesem Abend wirklich unseres – wir waren die einzigen Bewohner. So tranken wir noch ein paar Bier auf den letzten Abend, auch zusammen mit dem Security-Mann und landeten letztendlich aus der Euphorie heraus, noch bei einer Flasche guyanischem Rum, die am nächsten Tag vor Abflug noch im Supermarkt nachgekauft wurde.

Ich glaube wir alle hatten an diesem Abend so viel Spaß, wie in den drei Wochen nicht.

So ging es dann am nächsten Morgen nach dem Ausschlafen (bis sieben Uhr), nach einem kleinen Stopp beim Supermarkt, mit drei Autos in Richtung Flughafen. 45 Kilometer ging es auf der Landstraße geradeaus, bis ein Kreisverkehr die monotone Strecke unterbrach. Ein letztes justlocalthings begegnete uns dann auf den letzten Metern aber doch: ein Transporter, der mit 120km/h von rechts auf die Landstraße abbog – ohne abzubremsen. Dafür bremste ich dann, denn sein Transporter lag schon leicht schräg auf der anderen Fahrbahn.

Goodbye Kourou, it was a pleasure.

Als abschließendes Resümee, möchte ich das Praktikum und die Zeit in Französisch-Guyana nicht missen. Ich habe so viel erlebt, bin über mich selbst hinausgewachsen, habe mich auf so viele Situationen eingelassen und bin ich am Ende so stolz, es geschafft zu haben… Wir Sieben sind in der ganzen Zeit so zusammgewachsen, obwohl unser Grüppchen von den Charakteren nicht verschiedener hätte sein können und bedanke mich deshalb auch noch einmal bei euch Sechs für die tolle Zeit und eure vielen Worte am letzten Abend. Danke. Die Zeit vor Ort war wirklich ein Abenteuer.

Im letzten Beitrag habe ich ja davon gesprochen, dass ich ein paar localthings heruntergeschrieben habe. Deshalb gibt es zum Schluss einen kleinen Einblick. Here they are, enjoy:

  • Wassermelonen werden im Einkaufswagen am Straßenrand verkauft
  • Ein >>Jus d’Orange<< endet schonmal als Caipirinha (Sonntags um 9:30 Uhr)
  • Abkürzungen mit dem Auto über den Fahrradweg nimmt man als Einheimischer einfach
  • Müllentsorgung findet in Schlaglöchern statt
  • Alkohol und Rum sind zwei verschiedene Sachen
  • Im Regenschauer bleibt man einfach draußen stehen. Dauert ja eh nur fünf Minuten.
  • Wer an der Kreuzung Vorfahrt hat, wird generell spontan entschieden
  • Ampeln gibt es nicht. (Hier ist das Motto „Fressen oder gefressen werden“)
  • Nur Deutsche halten am Zebrastreifen an
  • Sich vor einem Schnürrsenkel erschrecken. SCHLANGE! Ah ne, doch nicht.
  • Nach 14 Uhr begrüßt man sich mit „Guten Abend“
  • Küssgeräusche zu machen ist hier Ersatz für einen guten Anmachspruch
  • Never trust google Maps, es sei denn du nimmst in Kauf zufällig bei der Fremdenlegion zu landen oder den (einberechneten) Hinterhof eines Wohnhauses zu machen, bei dem zufällig beide Tore gleichzeitig offen standen. Was zu Hölle!?
  • Das Notausgang-Schild wird an der Decke befestigt. Also da, wo man es am besten sieht.

Hier ist nun das Ende meines allerletzten Beitrags. Das Ende des Abenteuers. Aber wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja nochmal in das verrückte Land, in dem Regeln mit „wir sind hier in Französisch-Guyana, das interessiert hier keinen“, außer Kraft gesetzt werden.

Bis dahin, aus dem stressigen Deutschland und noch immer gefühlsmäßig in einer guyanischen Blase lebend,

Kerstin.

Schlaf Kindlein schlaf…

Müde, erschöpft und einfach nur fertig mit der Welt…ich glaube so kann man gerade ganz gut die Gruppe beschreiben. Momentan sitzen wir mehr schlafend als wach in einem Restaurant und warten darauf um kurz nach 11 mit unserem Gepäck zum Thalys zu wackeln. Es waren drei Wochen gefüllt voll mit Abenteuern und jetzt sind wir alle geschafft von der langen Reise. Im Flugzeug lässt es sich auch nicht so besonders schlafen und jetzt langsam merkt man den Jetlag und den Schlafmangel von den letzten 3 Wochen (in Guyana wäre es noch mitten in der Nacht). Auch wenn noch einige (also so fast alle) Berichte von meiner Arbeit fehlen, so kann ich doch schon mal sagen dass es eine spannende Erfahrung war und ich froh bin dass ich diesen Sprung ins Ungewisse gewagt habe. Außerdem tat es gut nochmal einen bisschen Sonne zu tanken! Jetzt geht es aber mit unseren Koffern erstmal zum Gleis und dann beten wir, dass die Rückfahrt gemütlicher wird als die Hinfahrt. Also bis die Tage mal mit den Berichten von meiner Arbeit.

Denise

 

So long and goodbye!

Moini Leute!

Heute ist der letzte Arbeitstag, morgen geht’s zum Flughafen. Ich kann gar nicht glauben, dass jetzt schon die drei Wochen um sind. Am liebsten würde ich noch bleiben, mittlerweile hab ich mich hier richtig dran gewöhnt! Obwohl, eigentlich fehlt mir meine Küche. Und leckeres, veganes Essen hier zu finden war auch nicht leicht. In dieser Woche hab ich bisher 11 Baguettes gegessen, ein paar mit Karotte und Salat, ein paar einfach trocken. Ich will gar nicht wissen, wie meine Nährwerte aussehen. Der Uncle Bens Reis mit Dosen-Ratatouille ist da wahrscheinlich auch wenig hilfreich. Aber wer niemanden leiden lassen will, muss leiden. Im ersten Blog, bevor wir überhaupt hier waren, hab ich ja auch noch den tollen Kaffee erwähnt, den es hier angeblich geben soll! Ja. Davon hab ich nicht mitbekommen. 3 Wochen lang Kaffee aus Senseo-Maschinen. Das war wohl nichts. Aber ich will mich nicht nur beschweren hier, denn freitags und samstags ist direkt neben unserer Lycée ein Markt mit frischem Obst, Gemüse und Gewürzen. Ein Himmel auf Erden! Avocados so groß wie Papayas, und Papayas wie Melonen! Für 3€ haben Lucy und ich uns eben 4 dicke Maracudjas gegönnt, die im Kühlschrank auf uns warten. Und für Deutschland hab ich frisch gemahlenes Kurkuma, das best-riechende Curry Gewürz und ein dickes Paket Zimtstangen mitgenommen. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen!

Mit der Avocado lässt sich Guacamole für eine ganze Woche machen!

Auf der Arbeit haben wir gestern unser Marketingprojekt vorgestellt. Das war eine ziemliche Herausforderung und ich muss zugeben, dass ich noch nie so geschwitzt habe bei einem Vortrag. Denn unser Publikum, bestehend aus unseren Chefs und einer ganzen Klasse, die die Formation hier machen, haben viele Fragen gestellt. Wieso macht ihr dieses Projekt? Was ist der Hintergrund? Was soll das bewirken? Wieso habt ihr Peru falsch geschrieben? Ja, wieso eigentlich? Mit unserem A1/A2 Niveau müssten wir das doch eigentlich wissen. Irgendwie hab ich aber scheinbar die richtigen Worte gefunden und konnte das Projekt gut erklären und die allermeisten Fragen beantworten. Mit Lucys Vokabular und meiner Grammatik und.. Redekunst haben wir das gut über die Bühne gebracht. Später wurde ich auch noch für meine Satzanfänge ( seulement die Anfänge!) gelobt und für meinen sehr französisch klingenden Akzent. Das hört man doch gern! Mein Sprachniveau hat sich in jedem Fall von einer 0,5 auf eine solide 3 von 10 verbessert, würde ich behaupten.

In ein paar Stunden fahren wir zu Charlotte, der Chefin der ESA. Sie hat uns zum Essen eingeladen, dort fängt unser Ausklingen des Abenteuers an. Später sind wir nämlich noch bei Félix, dem besten Bäcker Guyanas, zum Caipi trinken in der Boulangerie eingeladen. Am Abend geht die ganze Crew nochmal essen und auf die letzten 3 Wochen anstoßen! Morgen werden dann die Koffer gepackt, um 13 Uhr geht’s Richtung Flughafen Cayenne. Ich kann nicht versprechen, dass ich nicht doch ein bisschen weinen werde wenn wir fahren. Zu wissen, dass ich Damien, Félix und all die anderen gastfreundlichen, lustigen und netten Menschen von hier nie wieder sehen werde, lässt mich doch ein bisschen wehmütig werden. Aber wer weiß, man sieht sich ja immer zwei mal im Leben 😉 vielleicht komm ich wieder und eröffne ein veganes Restaurant. Wahrscheinlich aber nicht.

Ein schönes Abschiedfoto mit der Crew und Félix!

Tschüsseldorf und bis Baldrian,

Isabelle x

Papillon just for one day

Bonjourten Morgen nochmal!

Im letzten Blogeintrag habe ich euch ja von unserem Ausflug auf die Îles du Salut berichtet, dazu möchte ich euch gerne mehr erzählen.

Nach dem wir mit dem Katamaran und einem sehr zuverlässigem Kapitän und seinem sehr stabilen Sitzplatz rübergefahren sind, haben wir uns sofort wie in einem Film gefühlt oder wie die Zootiere die das erste mal Madagaskar entdeckt haben.

Die Îles du Salut, im deutschen die Inseln des Heils, ist so benannt worden da damals viele Menschen auf dem Festland an Gelbfieber und anderen tropischen Krankheiten gestorben sind und einige sich auf die Insel retten konnten um zu erleben. Denn auf der Îles du Salut gab es kaum Mücken oder andere Krankheiten. Die Inselgruppe wird in 3 aufgeteilt, einmal die Île du Diable, Île Royal (da wo wir waren) und Île Saint-Joseph.

Die Île du Diabel (Teufelsinsel) war bekannt für seine Politischen Häftlinge und ist heutzutage auch kaum zu erreichen, eventuell wenn man hinschwimmt oder mit einem privaten Boot dort ankert. Die Île Royal ist sozusagen die Verwaltung gewesen und die Île Saint-Joseph war ebenfalls für die Häftlinge geeinigt und hatte eine Irrenanstalt. Heute hat dort die Fremdenlegion ihren Außenposten. Aber genug History.

Die eigentliche Vorstellung des Ausfluges war eigentlich: Sonne, Strand und schlafen… und eventuell paar Äffchen sehen. Fehlanzeige. Die Birkenstocks wurden dann doch als Wanderschuhwerk gebraucht und wir sind den ganzen Tag in der Hitze durch die ganze Insel gelatscht. Es hat sich aber gelohnt ! Aber jeder gute Wanderer brauch auch mal eine Pause. So bestellten Isabelle und ich uns erstmal ein Baguette. Ich glaube wir haben noch nie so lange auf ein Baguette gewartet aber Schnelligkeit ist hier wohl nicht so bekannt. Nach gefühlt 4 Stunden kam die Kellnerin mit 2 Baguettes in der Hand und wir waren echt sprachlos. Ich machte das fast 100 Jahre alte Baguette auf und sah eine halbe Scheibe Käse. Mehr nicht. Nada. Ich glaube das Baguette war Trockner als Sand aber gut.. #justLocalThings.

Aber jetzt zu den Bildern:

Luciana x

Work hard, play hard pt. 2

Mit etwas Verspätung geht’s nun weiter mit Part 2! Wuhu!

Diesmal widme ich mich unserem Ausflug auf die Îles du Salut am letzten Samstag. Los ging es da schon um 7.30 für uns. Mit dem Katamaran sind wir ca. 1 Stunde lang über trübes Meerwasser gefahren. Je näher wir den 3 Inseln kamen, desto blauer und klarer wurde das Wasser plötzlich. Einfach wunderschön! Angelegt haben wir an der Hauptinsel in der Mitte der dreier Konstellation, der Île Royal. Bis in die 1950er Jahre wurden diese drei Inseln als Gefängnis von Frankreich genutzt. Auf der Île Royal befand sich die Verwaltung, das Hospital und der Todestrakt. Sounds good. Die anderen beiden Insen, Île du Diable und Île Saint-Joseph wurden leider nicht angefahren. Dort waren die Häftlinge in Zellen ohne Dach, ohne Schutz vor tropischer Sonne und heftigem Regen, untergebracht. Mittlerweile holt sich die Natur ihr Gebiet zurück und die Fauna überwuchert alte Zellen – das soll wohl ein beeindruckendes Bild sein! Das konnten wir nur leider nicht sehen, auf der Île Royal stehen zwar auch die Baraken der damaligen Zeit, jedoch scheinen sich ein paar Angestelle oder vielleicht auch Gärtner darum zu kümmern, dass die Touris komplette Gebäude vorfinden für ihre Bildersammlung, die vielleicht einmal der Familie und Freunden gezeigt wird und dann auf ewig in der Cloud vergessen wird.

Wir sind in der Gruppe losgelaufen und haben die Insel erkundet. Nach ein paar Metern im bewaldeten Gebiet kamen auch schon die ersten Affen an – süße Totenkopfäffchen die von Denise‘ Keksen nicht genug bekamen! Nach 10 Minuten laufen war ich so am schwitzen wie sonst nur in der Sauna! Langsam verstand ich, warum andere Leute ein Sixpack Wasser mitgenommen haben. Und ich Trottel hab anfangs noch darüber gelacht. Bei der nächsten Affen-Großfamilie hab ich mein ganzes Baguette aufgegeben, die waren einfach zu süß mit ihren kleinen Gesichtern und Patsche-Händchen! Die Fütterung wurde begleitet von diversen Handykameras. Trotzdem hab ich nur ein einziges Bild geschafft zu machen, dass halbwegs gut aussieht. Ich war einfach zu abgelenkt von diesen niedlichen, niedlichen kleinen Gesichtern!!

Von den schönsten Erinnerungen gibt es nunmal nur wenige, schlechte Fotos.

Nachdem wir dann alles verfüttert hatten was da war, ging es weiter Richtung Wasser. Das war so ziemlich das karibischste, was ich in meinem Leben je gesehen hab und vermutlich auch das einzige karibische, was ich jemals sehen werde. Das Wasser war überraschend kühl, weshalb es mir gar nicht auffiel, dass ich 45 Minuten ohne Sonnenschutz am schwimmen war. Mehrmals. Die Hautärztin wird sich freuen, wenn sie mich in 2 Wochen braun gebrannt sieht. Aber sei es drum! Unter Palmen zu schlafen während ich auf kühlen Steinen lag, mit den Geräuschen von brechenden Wellen im Ohr war so entspannend, dass ich sogar vergessen hab, dass wir wieder zurück ins Lycée müssen. Und einen Delfin hab ich auch springen sehen! ..Dachte ich zumindest. Als ich Damien davon erzählt hab, erklärte er mir, dass das kein Delfin war sondern ein anderer großer Fisch, der das eben auch macht. Was für ein Fisch das genau war, kann ich gar nicht mehr sagen. Ein paar Eindrücke von der Bucht gibt es jetzt auch noch! (Die Treppen, durch die man ins Wasser kommt und die ganzen Steinkonstrukte rundherum haben übrigens auch Strafgefangene erbaut. Das war schon ein wenig bedrückend)

So viel von mir, Tschüssikowski!

Isabelle x

End of the road

Guten Morgen ihr Lieben !

Langsam nähern wir uns dem Ende unserer Reise bzw. Abenteuer. Wer hätte gedacht, dass wir die drei Wochen doch so gut gemeistert haben und alle zusammengehalten haben. Ich glaube wir können echt stolz auf uns sein.
Heute haben wir unseren letzten Arbeitstag und dann haben wir endlich geschafft ! Da Isabelle und ich gestern schon unser Projekt beendet haben und vorstelle durften ist es heute etwas ruhiger im „Büro“ und viel Arbeit gibt es nicht mehr für uns. Allerdings ist das gar nicht so schlimm, weil die ESA Chefin uns heute alle zum Mittagessen bei sich zuhause eingeladen hat und wir heute dann schon um 12:00 Uhr gehen dürfen.
Was das Projekt angeht, die Leute waren begeistert! Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen. Zusammen mit Damian und Laury saßen wir danach noch ca. 1h in der Küche und haben uns nochmals herzlich bei den beiden bedankt. Damian hat sich sehr viel um unsere Probleme gekümmert und uns immer seine Hilfe angeboten, dafür sind wir ihm sehr dankbar. Allgemein war hier eine tolle Arbeitsatmosphäre und man hat sich echt schnell total wohl hier gefühlt. Natürlich haben wir mit Damian viel Englisch gesprochen, aber ich muss sagen, am Ende waren es doch immer mehr französische Sätze. Die beiden lobten uns auch nochmal dafür, dass unser Französisch die letzten Wochen echt besser geworden ist und wir total viel verstehen.
Ich bin sehr froh darüber bei GRETA gearbeitet zu haben und ich glaube man hätte es fast nicht besser haben können. Isabelle und ich haben wirklich das richtige und wahre Französisch-Guyana kennenlernen dürfen. Wir haben so viele Orte gesehen, so viele Menschen (was schon fast gruselig ist wie groß unser Netzwerk hier in 3 Wochen geworden ist, die ganzen Leute aus Cayenne und Saint Laurant..) und so viele Eindrücke. Unter anderem auch die ganzen Frauen die von ihren Geschichten erzählt haben, wieso sie bei GRETA sind, was sie vorher gemacht haben  und was sie danach anstreben wollen, war echt toll. Dafür bedanken wir uns herzlich bei dem GRETA Team. Wir sind jetzt schon fast echte locals haha.

Heute Nachmittag sind wir ebenfalls bei unserem kolumbianischen Lieblings Bäcker Felix zum Caipi trinken verabredet und dass mal nicht um 9:00 Uhr morgens. Er sagt immer „Es gibt Alkohol und es gibt Rum, dass sind 2 verschiedene Sachen“. Heute gab er uns sogar ein kleines Abschiedsgeschenk, selbstgemachte Kekse.

Bevor ich es vergesse: Letzten Samstag haben wir einen Ausflug auf die Îles du Salut gemacht. Aber damit dieser Blog kein Roman wird erzähle ich euch im nächsten mehr darüber und zeige euch die wunderschönen Fotos.

Bis Baldrian,

Luciana x

Mein letzter Tag

Hallo zusammen,

heute ist mein letzter Tag im Praktikum.

Meine Abschlussbewertung fiel, mit einer 4 „outstanding“ in allen Kategorien, sehr positiv aus.

Das Team hat sich bei mir für meine Mithilfe bedankt. Die Aufgabe, an de ich 2 Wochen gearbeitet habe, war meiner Betreuerin eine große Hilfe.

Ich hatte eine schöne Zeit hier und finde es schade, die neu kennengelernten Kollegen zurück zu lassen.

Aber ich kann mich uch auf etwas freuen:

Am Wochenende steht endlich Sightseeing an! Meine Freundin besucht mich und wir werden uns die schönsten Plätze in Kopenhagen angucken. Anschließend fliegen wir gemeinsam zurück.

Bis zum nächsten Mal…

Lea

Hier noch ein Foto von meinem Büro in Kopenhagen:

It’s picture time!!!!!

Man merkt ja langsam, dass mein Blog kein bisschen chronologisch ist…aber viel Spaß beim anschauen 😄

Da beobachtet ein Haufen wilder Tiere einen Affen….und ich durfte mir keinen einstecken….

Mein Faultier! Auch dieses durfte ich mal wieder nicht mitnehmen…

Meine Äffchen und Ich! Auch hier durfte ich mir mal wieder keinen einstecken…

Den wollte ich mir nicht einstecken…..

Unser Lieblingsausflugsziel: der Strand! Aber wichtig man darf nie vergessen sich einzucremen!

Und man sollte ein bisschen aufpassen, wenn man unter einer Kokosnusspalme liegt! Man könnte ja von einer erschlagen werden 😀

#NichtohnemeinTeam

Expedition durch den Regenwald…nein ich habe nicht bei dem langen Fußmarsch geschwitzt…

Natürlich gibt es hinter all den Bildern eine lustige Geschichte und ich werde nicht in der Lage sein alle aufzuschreiben, also schaut einfach mal bei den anderen Blogs vorbei,dass  vielleicht findet ihr ja die ein oder andere Story:D

 

IT’S THE FINAL COUNTDOWN

…NANANANA ⏳.

Ich hoffe, dass nun alle diesen wundervollen Song von Europe im Kopf haben, denn genau mit dieser Stimmung bin ich heute Morgen (Montag) in die dritte und letzte Woche des Auslandspraktikums gestartet. Die letzte Woche. Die letzten fünf Tage arbeiten im Museum – oder besser gesagt, an meinem Flyer. Haaach, der Tag hat so gut begonnen und dann..naja…wie sagt man so schön: nach dem Hochmut, kommt der Fall. Während sechs von uns sich bereits wieder beim Bäcker Felix nebenan zum Frühstück tummelten, kroch eine – ich zitierte Denise – „SPINNE! SPINNE! LEUTE, RIESEN SPINNE!“ über meinen Rucksack, als wir am Tisch sassen. Diese brachte uns alle schon vor der tägliche Tasse Kaffee auf, oder in diesem Fall besser, zum Trab. Durch Felix aber, der sich waghalsig der Spinne mit einem Stück Zewa stellte und uns im Nachhinein seine Beute darin präsentierte, konnten wir ohne fiesen Besucher unser Frühstück fortsetzen. Seit Montag allerdings wird dieser Tisch nun gemieden.

Im Museum angekommen, verbrachte ich die erste Stunde des Tages auf der Terasse in der Morgensonne, da mein Computer (leider) gebraucht wurde. So schrieb ich ein paar Dinge herunter, die hier in Frazösisch-Guyana als völlig normal, von uns aber alles andere als normal angesehen werden, – dazu aber demnächst mehr – als ich von einem Bauarbeiter unterbrochen wurde, der mir in einem kleinen Smalltalk erzählte, wie sehr er Deutschland mag – besonders wegen des Fussballs. Genauer: Dortmund. Er war nicht der erste Guyaner, der uns von seiner Leidenschaft zu diesem Verein erzählte. Der BVB ist bei den Guyanern hier ist scheinbar sehr beliebt!

Später am Tag – ich wollte meinen Ohren kaum glauben – ,als ich von meiner Chefin die magischen Worte „It’s okay“ zur finalen Version meines Flyers hörte, war ich einfach nur happy. Ja, darüber habe ich mich sehr gefreut, denn nach einer der unzähligen Versionen des Flyers, fand ich mich damit ab, dass Begeisterung über den Flyer, abgesehen von der Putzfrau und mir, hier nicht stattfindet. C’est finiiii! *tröööt*

Nachdem ich nun keinen Flyer mehr habe, den ich zum millionsten Mal umgestalten darf, bekam ich am Mittwoch die wichtige Aufgabe, das Grüngelände des Museums auf alle möglichen Blumen und Pflanzen zu erforschen, die mir auffielen, Fotos von diesen zu schiessen und anschliessend die Namen herauszufinden. Was würden die hier nur ohne meine Hilfe tun? Immerhin bot mir meine Chefin Sonnencréme für die Mittagssonne an. Seit Mittwoch sitze ich nun also daran – natürlich angepasst an das Arbeitstempo der Menschen hier vor Ort – die Fotos meiner Erkundungen nachzubearbeiten, um um sie für Facebook besonders ausdrucksstark aussehen zu lassen.

Da sich aber die Tage hier vor Ort nun schon an einer Hand abzählen lassen, fallen mir mehr und mehr Dinge ein, an die man sich mittlerweile gewöhnt hat, oder die man vielleicht sogar zu Hause vermissen wird: Das morgendliche Frühstücksritual mit den anderen sechs aus der Gruppe in der Bäckerei, das Gute-Laune-Wetter (warme Temperaturen um die 30 Grad Celsius samt Sonnenschein im Oktober), das an den Strand gehen nach Feierabend (wenn auch nur für eine Stunde, da es dann schon dunkel wird), das Ausweichen vor den mittlerweile bekannten Schlaglöchern auf den Routen, die man bereits ohne Google Maps hinter sich legt, die Frage von Felix, dem Bäcker, ob man einen >>Jus d’Orange<< zum Frühstück möchte, der sich als Caipirinha entpuppt, oder aber der mittlerweile angepasste Fahrstil an die Einheimischen, der dann auch mal über den Fahrradweg führt… Mit einem Bein stehen wir Sieben nach drei mehr als aufregenden Wochen, die sich anfühlten wie drei Monate, quasi wieder zu Hause.

Aber so nervenaufreibend das Slalom-Fahren bei den ganzen Fahrradfahrern hier war, wird es mir doch fehlen mit unserem roten Schlitten durch Guyana zu fahren und die „Familie“ einzusammeln.

Die Zeit, als die Lehrer noch mit uns hier waren, kommt einem so weit entfernt vor, genau wie unser Kurzaufenthalt in Paris. Heute geht es an das Kofferpacken…Wird das vielleicht eine Umstellung sein, in Deutschland plötzlich wieder ein ganzes Zimmer für sich und einen Herd zu haben. Noch kann ich mir das gar nicht so richtig vorstellen…

Eine Sache, die ich aber definitv NICHT vermissen werde: Reis von Oncle Ben’s aus der Mikrowelle – Achtung, Werbung wegen Markennennung – (lauetete der Satz so?) den hatten wir hier nämlich meehr als genug!

Wenn wir nach der Landung in Paris nicht aufgrund der Temperaturdifferenz erfroren sind, erzähle ich euch von den beiden allerletzten (!!!) Tagen und den Erlebnissen hier aus Französisch-Guyana.

Bis dahin,

Kerstin.